Wanderbeginn ab Ehrenfriedersdorf

Naturbühne Greifensteine

Drei Wandertage im Erzgebirge.

Vom 20. bis 22. Mai waren -50- Rosenthaler TSV-Wanderer und Mitglieder des Vereins für naturnahe Erholung sowie Gastwanderer, zu einer Wander- und Erlebnisfahrt im Mittleren Erzgebirge unterwegs. Es galt die reizvolle Erzgebirgslandschaft näher kennen zu lernen. Schwärmen doch die Geologen von den Tafelbergen, die Wanderer von den vielen Aussichtstürmen, die Kunstliebhaber von den prachtvollen Hallenkirchen der Bergstädte und Technik-Interessierte von den teils noch mittelalterlichen Zeugen der Bergbaugeschichte. Es waren einst die reichen Erzfunde ie diesem Gebirge ihren Namen gaben.
Die vom jahrhundertelangen Bergbau geprägte Kulturlandschaft zieht Jahr für Jahr Millionen Ausflügler, Wanderer und Urlauber in das Hauptgebirge des Freistaates Sachsen.
Das Vorbereitungs-Team, mit Herbert Turian, Winfried Rink und Helmuth Vaupel, hatte bei der Programmgestaltung Schwerpunkte gesetzt. Im Einklang mit den Wanderunternehmungen sollen Brauchtum und die Kulturlandschaft kennengelernt werden. Standort und Ausgangspunkt aller Unternehmungen war die historische Bergstadt Marienberg. Diese 1521 durch Herzog Heinrich dem Frommen gegründete Bergsiedlung, wurde schon am Anreisetag mit einer Stadtführung näher erkundet. Viele Sehenswürdigkeiten -darunter der größte Marktplatz Sachsens, das Rathaus mit dem Hauptportal im Renaissancestil, die Stadtkirche St.Marien mit ihrem 57 Meter hohen Zwiebelturm, der rote Stadtturm und das Zschopauer Tor- waren lohnende Ziele. Mit einer Wanderung zu den Greifensteinen mit dem Naturtheaten bei Ehrenfriedersdorf und durch das Greifenbachtal mit seinen zahlreichen Erzstollen und dem Technikdenkmal „Röhrgraben" (künstlicher Wasserlauf), war am Mittag das Erzgebirgswandern und -erleben gestartet worden.
Der zweite Tag, wieder ein Wander- und Besichtigungstag, führte die Gruppe durch das wildromantische Schwarzwassertal bei Pobershau zur böhmischen Grenze und entlang des „Grünen Grabens" (künstlicher Wasserlauf). Die Schwarze Pockau, auch Schwarzwasser genannt, kommt von der Erzgebirgskammhochfläche und bildet auf 13 Kilometern die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien. Hier verläßt auch der „Grüne Graben" den Bachlauf. Zwischen Kühnhaide und Kniebreche durchfließt der Wildbach das schönste Kerbtal des sächsischen Erzgebirges. Teilweise 140 Meter Gefälle auf nur fünf Kilometer Flußlauf erzeugen in der Landschaft einen wildromantischen Charakter. Mächtige Aussichtskanzeln zu beiden Talseiten sind beliebte Ziele für Touristen und Naturfreunde. Zeugen der Erosionswirkung sind heute die steil aufragenden Felswände.
Der „Grüne Graben", ein bergbautechnisches Denkmal, wurde 1678 - 80 nach Pobershau auf einer Länge von acht Kilometern gebaut zur Nutzung der Wasserkraft für die Kunsträder. Seit 1967 ist das Schwarzwassertal mit einer Fäche von 186 ha. Naturschutzgebiet. Ein Wander- und Naturerlebnis ersten Ranges bot sich hier den Rosenthalern.
Die Kurzwanderer statteten am Nachmittag der Spielzeugstadt Seiffen einen Besuch ab. In einer Schauwerkstatt sahen sie Holzdrechslern und Spanbaumstechern bei der Arbeit zu. Einkäufe erzgebirgischer Figuren und Motive wurden reichlich getätigt. Am Abend wurde den Wanderern im Hotel ein erzgebirgischer Volkloreabend („Hutz´n Abend") geboten, ein schönes wie auch seltenes Erlebnis.
Am Rückreisetag war mit der Fahrt der „Fichtelberg-Bahn" von Cranzahl zum Kurort Oberwiesenthal zunächst Eisenbahnromantik angesagt. Auf der 17 Kilometer langen Bergstrecke hat die Schmalspurbahn 260 Höhenmetern zu überwinden. Es folgte die Busanfahrt zum zweithöchsten Berg des Erzgebirges, dem Fichtelberg ( 1214 m NN ) und anschließend die Abschlußwanderung auf dem „Wanderweg der Deutschen Einheit" durch das „Pöhlwassertal" von Tellerhäuser nach Rittersgrün. Von hier starteten die Teilnehmer zur Rückreise nach Rosenthal mit einer Unterbrechung zur Einkehr in Eisenach-Stregda. Alle Teilnehmer waren sich einig, es war eine schöne und erlebnisreiche Wanderfahrt. Dem Vorbereitungs-Team galt der Dank für die gut organisierte Wanderfahrt.

Hinweisschild Greifensteine

Wanderer mit Skulpturen

Wanderer mit Skulptur

Naturbühne Greifensteine
Wanderweg am Röhrgraben

Blick vom Greifensteinstollen Richtung Fichtelberg

Hinweisschild
Rastplatz Greifensteinstollen

Stadtführung in Marienberg

Beginn der Wanderung im Schwarzwassertal
Im Schwarzwassertal

Schwarze Pockau und Katzenstein

Felsenge im Schwarzwassertal

Rückweg am grünen Graben
Blick in das Schwarzwassertal

Spanbaumstechen in der Schauwerkstatt in Seiffen

Schmalspurbahn Cranzahl - Oberwiesenthal
Fichtelbergbahn

Postmeilensäule in Oberwiesenthal

Blick auf den Fichtelberg 1214 m NN
Eine urige Rast im Pöhlwassertal