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Rosenthaler Wanderer unterwegs auf dem Panoramapfad
Unter dem Motto Wandern zwischen Himmel und Eder" erwanderten die Wanderer des Vereins für naturnahe Erholung die Extratour Panoramapfad in Hatzfeld. Wanderführer Karl Spies aus Hatzfeld, der diesen Rundweg als Wegepate erstellt hat und auch betreut, begrüßte die Wanderer an der herrlich gelegenen Grillhütte Vor der Pracht". Nach kurzer Erläuterung zur Entstehung dieser ca. 11 km langen Rundstrecke erfuhren die Teilnehmer einige geschichtliche, kulturelle und landschaftliche Besonderheiten der Region. Die vielfältigen Ausblicke in das Edertal und auf die Höhenzüge des Rothaargebirges sowie des Kellerwaldes haben zu Recht zur Namengebung der Extratour beigetragen. Der Rundweg führt über die Burgruine Hatzfeld, wo man vom westlichen Rand einen interessanten Blick auf die angelegte Eder - Renaturierung und die Stadt Hatzfeld genießt. Im weiteren Verlauf führt der Wanderweg durch eine alte Kulturlandschaft, den Schneitelwald". Die Hainbuchen wurden in regelmäßigen Abständen auf Stock geschnitten, um eine stärkere Laubbildung für die Tierfütterung zu gewährleisten. Nach einem Aufstieg über die Hardt", der mit einem besonders schönen Rundblick belohnt wurde, erreichte die Gruppe mit dem Kreuzweg" den höchsten Punkt der Strecke ( 500 m). Von der Hardt" schaut man süd - westlich auf einen Verbindungsweg in das Lahntal. An dieser alten Handelsstraße, die vom westfälischen Münster ins Rhein - Main - Gebiet führte, entdeckte man bei Straßenbauarbeiten in den 30 er Jahren Chattengräber. Im Jahre 1989 wurden 26 der ca. 2000 Jahre alten Germanengräber freigelegt und wissenschaftlich ausgewertet. Im Süden blickt man auf den Ederberg ( 502 m) und die Sackpfeife ( 674 m). Durch die Feldgemarkung führte der Weg wieder hinauf zum Ausgangspunkt dieser sehr schönen Rundtour. Bei einer gemütlichen, gemeinsamen Einkehr in der Grillhütte bedankten sich die Rosenthaler Wanderer bei dem Wanderführer Karl Spies für die interessanten Erläuterungen und dem Hütten - Team für die gute Bewirtung in der Hütte.
Herbert Turian
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