|
Wanderung auf dem Diemelsteig am 25. Juli 2010
Zu ihrer zweiten Etappe auf dem Diemelsteig, dem jüngsten Kind" in der Reihe der touristischen Attraktionen in der Diemel-Region, waren am Sonntag 25 Wanderer des Vereins für naturnahe Erholung aus Rosenthal mit Gästen unterwegs. Die 21 Kilometer lange Tour führte von Ottlar über Hemmighausen, Deisfeld und Schweinsbühl nach Flechtdorf. Gewandert wurde in zwei Gruppen, wobei die Kurzwanderer ihre acht Kilometer-Strecke von der Gemarkung Schweinsbühl nach Flechtdorf zurücklegten. Mit seiner weitgehend naturbelassenen Wegeführung inmitten einer ausgeprägten Mittelgebirgslandschaft bietet der Steig dem Wanderer und Naturfreund herrliche Ausblicke, teilweise grössere Steigungen, Landschaftspanoramen, Wiesen und Feldfluren im stetigen Wechsel. Die gute Wegemarkierung mit einer fortlaufenden Kilometrierung lässt diesen Weg mit und ohne Karte sicher erwandern.
Die Gruppe der Langstreckenwanderer startete in der Gemarkung Ottlar, unweit vom mächtigen Dommel (738 m ü.NN), wo Diemelsteig und Uplandsteig zusammen treffen und bis Hemmighausen eine gemeinsame Wanderstrecke bilden. Dieser Streckenteil bot den Teilnehmern auch einen schönen Blick vom Niegelscheid" auf den Diemelsee. In Hemmighausen führt der Weg etwa zwei Kilometer entlang der Diemel an der Speiermühle" vorbei nach Deisfeld ins Alfertal, bevor Schweinsbühl und das Tagesziel Flechtdorf erreicht wurde.
Für die Gruppe der Kurzwanderer boten sich zu Beginn der Tour schöne Ausblicke zu den Berghöhen der Mittelgebirgslandschaft und zum Abschluss der Wanderung ein herrlicher Blick auf den Ort Flechtdorf mit seiner zweitürmigen Pfeilerbasilika. Eine Besichtigung mit Führung der im romanischen Stil errichteten Abteikirche bildete einen schönen Abschluss der Tageswanderung. Das ehemalige Kloster war ab dem Jahr 1101 von Mönchen des Benediktinerordens besiedelt. Von 1120 bis 1250 wurde in mehreren Bauabschnitten die Klosterkirche errichtet; wie Basilika, Westteil und Türme. Es folgte der Umbau des südlichen Seitenschiffs im gotischen Stil. Die Klostergeschichte zeigt uns ein sehr wechselvolles Bild. Als Hospital und Pflegeheim hat diese Institution ihre 900 Jahre währende Tradition der praktizierten Nächstenliebe gewahrt. Eigentümerin der ehemaligen Klosterkirche Flechtdorf ist die Waldeckische Landesstiftung, die sie der evangelischen Kirchengemeinde zur Verfügung stellt. Die ehemaligen Klostergebäude gehören seit 2007 einem Förderverein, der sich für ihre Wiederherstellung und Nutzung einsetzt.
Die Gruppen trafen sich nach jeweils kurzer Busanfahrt im Landgasthof Hofmeister in Adorf zur gemeinsamen Einkehr.
Der 1.Vorsitzende Herbert Turian bedankte sich im Namen der Wandergemeinschaft beim Wanderführer-Team Gisela Kahler, Gerhard Werner und Kurt Seitz für die gute Vorbereitung und Durchführung dieser Wanderunternehmung Diemelsteig.
Helmuth Vaupel
|