|
Zwischen Vulkan und Moor
Eine Wandertour mit Kultureinlagen an einem sonnenverwöhnten Sonntag.
Schon im Vorfeld durch die Veröffentlichungen zur Wanderung am 20. März 2011 angekündigt, erlebten insgesamt 28 Mitglieder und Freunde des Vereins für naturnahe Erholung - Wandern - einen erlebnisreichen Tag mit einer Wanderung der etwas anderen Art.
Die Wanderführer Norbert Siebert und Thomas Beil hatten eine zum Schluß ca. 17 km lange Tour ausgearbeitet, der es an nichts fehlte.
Während der Verbringungsfahrt von Rosenthal auf die Amöneburg wurden die Teilnehmer bereits über die zu bewandernde ehemalige Vulkanlandschaft im Landkreis Marburg - Biedenkopf informiert. Der heutige Basaltberg, auf welchem die Stadt Amöneburg angesiedelt wurde, die Erhebungen in den Ortschaften Schweinsberg, Ober - Ofleiden und Homberg / Ohm sind Überbleibsel einer in Urzeiten wohl recht aktiven Vulkantätigkeit im heutigen Vogelsberggebiet und dessen weiteren Ausläufern. Die weitesten, feststellbaren Verbindungen vulkanischen Ursprungs sind im Burgwald mit dem Großen und Kleinen Badenstein zu finden. Auch wurde auf die unterhalb der Amöneburg liegende Brückermühle hingewiesen, an welcher im Jahr 1762 eine 14-stündige Schlacht mit vielen hundert Toten und Verletzten während des 7-jährigen Krieges stattfand. Bekannt ist die Brückermühle, da hier anschließend der Friedensvertrag geschlossen wurde. Durch die ebene Landschaft des Ohmtals führte die Wanderung auf Feld- und Wiesenwegen immer in unmittelbarer Nähe zur Ohm, einem kleineren Fluß in diesem Tal, unterhalb der Amöneburg nach Schweinsberg. Hier hatten die Wanderführer mit Helmut Hahn einen ortskundigen Führer und ausgewiesenen Vogelexperten zu einer Führung durch die Schweinsberger Altstadt, einen Besuch der Stephanskirche sowie eine Exkursion in das Naturparadies Schweinsberger Moor" mit seinen ca. 145 Vogelarten engagieren können. Nach dieser informativen, kurzweiligen Kultur- und Natureinlage führte die Strecke weiter am größten europäischen Basaltwerk seiner Art in Ober - Ofleiden vorbei nach Homberg / Ohm, wo nach einer Überquerung der Ohm an einer Furt in der Hainmühle eingekehrt und bei einem schmackhaften Essen die Wanderung abgeschlossen wurde.
Für diesen gut vorbereiteten, kurzweiligen und informativen Wandertag, zu welchem auch das Wetter mit zwar anfangs kühlen Temperaturen, aber viel Sonnenschein beigetragen hatte, wurden den beiden Wanderführern vielfach Dank ausgesprochen.
Norbert Siebert
|