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Grenzsteintour mit den Wanderfreunden des Oberen Edertals am 04.11 2012
Wer die Natur liebt, Geschichte spannend findet und kulturhistorische Kleinoden bestaunen möchte, der ist eingeladen die Grenzsteinwanderwege um Rosenthal" unter die Füße zu nehmen und erlebbarer Heimatgeschichte auf Informationstafeln zu folgen. Dem Interessenten bietet sich ein Mix aus Wandern, Heimatgeschichte und Kleindenkmäler, zu denen die historischen Grenzsteine zählen und zu Recht unter Denkmalschutz gestellt sind. Dies haben 11 Wanderfreunde des Wandervereins Oberes Edertal mit Walter Sellmann praktiziert, um entlang der Grenze des ehemaligen Deutschordenshofes Merzhausen noch vorhandene historische Grenzsteine zu erkunden. Sellmann ist seit Jahrzehnten als Obmann für Kleindenkmale im Altkreis Frankenberg tätig und hatte diese Grenzsteinwanderung anläßlich der Einweihungsfeier der Wanderwege am 06.10.2012 spontan mit den Rosenthalern vereinbart. Helmuth Vaupel -Obmann für historische Grenzsteine um Rosenthal- und Heimatforscher Günther Klingelhöfer haben die Gäste begleitet und über die historischen Grenzsteine, die Grenzführung und den geschichtlichen Hintergrund des ehemaligen Deutschordensterritorium Merzhausen informiert. Die professionelle Planung und Umsetzung des Projekts Grenzsteinwanderwege um Rosenthal" fand bei den Wanderern aus dem Oberen Edertal viel Lob und Anerkennung. Erstaunt zeigten sie sich, daß Grenzsteine in Verbindung mit ihrem geschichtlichen Hintergrund auf Informationstafeln dokumentiert sind. Für die Battenberger waren eher territoriale Grenzverläufe mit noch vorhandenen historischen Grenzsteinen ein Begriff. Sie ließen sich gern von Helmuth Vaupel und Günther Klingelhöfer zur Heimatgeschichte von Rosenthal und den ehemals angrenzenden Territorien umfassend informieren. Sind die beiden Themenwege Grenzsteinwanderweg Süd" und Grenzsteinwanderweg Nord/Ost" doch in der Region Burgwald - Ederbergland etwas absolut Neues. Sie ergänzen das bestehende Rundwanderwegenetz um Rosenthal in hervorragender Weise.
Neben der Gründungsgeschichte der Stadt Rosenthal stehen die Grenzsteine zum ehemaligen Deutschordenshof Merzhausen" und zu Stiftungsforsten Kloster Haina" mit ihrem geschichtlichen Hintergrund im Mittelpunkt der Grenzsteindokumentation. Beide Wanderwege garantieren ein spannendes Wandererlebnis. Unterschiedliche Steinformen mit unterschiedlichen Symbolen wurden bei der Grenzsteintour aufgesucht, wie: Tatzenkreuz der Ordensritter, Gütersteine mit dem romanischen Kreuz, Steine mit dem Andreaskreuz sowie Ordenssteine mit der Jahreszahl 1736 und dem eingeschlagenen H = Hessen. An der Ostgrenze des ehemaligen Deutschordenswaldes sind noch klobige Grenzsteine anzutreffen, die vermutlich Ende des 16. Jahrhunderts gesetzt wurden. Sie tragen keine Jahreszahlen und kaum Symbole, haben aber als Vermessungspunkte noch heute Bedeutung. Die dreistündige Wanderung mit den Battenberger Wanderfreunden wird nicht die letzte gewesen sein. Zu einer weiteren gemeinsamen Tour wird man sich im kommenden Jahr treffen. Wanderchef Erwin Strieder dankte Vaupel, Klingelhöfer und Sellmann für den informativen Wandererlebnistag. -- Das Gruppenfoto entstand am restaurierten Köhlerofen am Alten Rosenthaler Weg" --
( Helmuth Vaupel )
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