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Von der Quelle bis zum Hahn Wanderer erkunden die Rosenthaler Wasserversorgung
Zu einer Themenwanderung unter dem Motto"von der Quelle bis zum Hahn" hatte der Verein für naturnahe Erholung -Wandern- seine Mitglieder und Gäste eingeladen. Die Wanderführer Hans Waßmuth und Hermann Möscheid konnten zu dieser interessanten Exkursion -bei herrlichem Wanderwetter- eine große Wanderschar an der Seegerteichhütte begrüßen. Die Wasserversorgung der Stadt Rosenthal wurde bereits am 3. 6. 2010 -im Zusammenhang mit der Einweihung des neuen Marktbrunnens am Rathaus- vom Verein für Heimatpflege thematisiert und fand großes Interesse. Auf Informationstafeln wurde auf Planungen und Baumaßnahmen der im Jahr 1909 errichteten Wasserversorgung aufmerksam gemacht. Vor dem Jahre 1909 befanden sich innerhalb der Stadt nur vier öffentliche Brunnen, da viele Hauseigentümer und Bauernhöfe eigene Brunnen zur Versorgung hatten. Wegen der zu erwartenden Kosten -sowohl für die Baumaßnahme als auch für die spätere Nutzung- gab es Schwierigkeiten das Projekt umzusetzen. Doch die Vorteile, wie Schutz vor Verseuchung, ausreichender Druck bei Brandbekämpfungen und häusliche Erleichterungen überzeugten die Skeptiker und Gegner der Planung. Die Wanderung bot die Gelegenheit, von den sachkundigen Wanderführern, die Abläufe und Einrichtungen zu erfahren und örtlich zu besichtigen. Bereits auf dem Weg zum Quellgebiet nach Talhausen erfuhren die Teilnehmer einiges über schützenswerte Bäume in der Feldgemarkung. Der erste Höhepunkt war der Blick in den geöffneten Brunnenschacht, wo sich die Wanderer von der starken Ausschüttung der Quelle überzeugen konnten. Wanderführer und Bürgermeister Hans Waßmuth berichtete Einzelheiten über die Menge, Qualität und Herkunft des Quellwassers und beantwortete Fragen der Teilnehmer. Der starke Überlauf der Quelle fließt in den nahen Fischbach. Parallel zur Wasserleitung führte die Wanderstrecke in Richtung Rosenthal. Ursprünglich wurde die Wasserleitung zum alten, 1909 errichteten, Hochbehälter geführt. Durch die Bebauung höher gelegener Neubaugebiete konnte die Wasserversorgung nicht mehr sichergestellt werden. Es wurde eine Druckpumpen - Station und ein neuer Hochbehälter erforderlich. Nach der Besichtigung der Pumpstation an der Willershäuser Straße erfolgte ein steiler Anstieg zum neuen Hochbehälter am Lohberg. Auch hier waren die Teilnehmer überrascht von der Größe der Inneneinrichtung und der zu- und abfließenden Wassermenge. Als letzte Station führte die Strecke zum Gänseberg, wo der tieferliegende, alte Hochbehälter von außen besichtigt wurde. Obwohl er baulich verfällt, dient er heute noch als geeigneter Unterschlupf für Fledermäuse. Die letzte Station des Mottos: Der Hahn" wurde an der Seegerteichhütte erreicht, wo das Hüttenteam mit Gisela Kahler, Gerhard Werner und Ursula Steffen sowie weitere Gäste die Wanderer erwarteten. Nach einer guten Bewirtung bedankten sich die Wanderer bei den Wanderführern für die interessante Wanderung und bei dem Hüttenteam für die Bewirtung.
Herbert Turian -Pressewart-
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