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Vollmersborn ein Ziel im Burgwald
Bei herrlichem Wanderwetter hatte der Verein für naturnahe Erholung- Wandern- in Rosenthal seine Mitglieder und Gäste zur Wanderung in den süd-östlichsten Zipfel des Burgwalds eingeladen. Ziel war der historische Vollmersborn zwischen den Orten Hertingshausen und Langendorf. Der 2. Vorsitzende Winfried Rink und Wanderführer Günter Klingelhöfer begrüßten auf dem Parkplatz der Sport- und Kulturhalle in Rosenthal 21 Wanderer die teilweise auch aus dem Marburger Raum angereist waren. Die Wanderstrecke führte auf dem "Alten Gemündener Weg"(X 9) und dem Hugenotten- und Waldenserpfad" zur Schutzhütte am Gemündener Brückchen", wo der Wanderführer Günter Klingelhöfer einige geschichtliche Erläuterungen gab. In Höhe der Gemarkung von Hertingshausen wurde der Endpunkt des neuen Historischen Grenzsteinwegs Nord - Ost" erreicht, wo Grenzstein - Obmann Helmuth Vaupel - an der Infotafel" Dreiländerstein"- die Teilnehmer über die lokale Geschichte und die Bedeutung von Grenzsteinen informierte. Auf der Extratour Galgenbergweg" (G) führte die Strecke weiter bis zum Treffpunkt am Vollmersborn. Hier wurden die Wanderer von den örtlichen Organisatoren Kurt Schneider und Karl Hartmann aus Langendorf mit einem Quellentrunk" herzlich begrüßt. Aufmerksam verfolgten die Teilnehmer den Ausführungen der beiden engagierten Quellenpaten", die über die geschichtliche Bedeutung sowie über die schwierigen Instandsetzungsarbeiten berichteten. Leider war der Mitorganisator Herbert Schildwächter aus Hertingshausen terminlich verhindert . Seine umfangreiche Dokumentation konnten die Wanderer später als Video - Beitrag im Schützenhaus erleben. Über die Entstehung und Nutzung sowie Namensgebung dieser Quelle gibt es zwei unterschiedliche Versionen aus den Jahren 1737 und 1830. In beiden Varianten diente die Quelle zur Versorgung der Wald- und Feldarbeiter. Durch ihre idyllische Lage war sie auch gern genutzter Treffpunkt der Bewohner beider Orte. Auch lag sie an dem sogenannten Ammenweg", den die Hebamme zur schnellen Geburtshilfe zwischen den Orten benutzte. Die in Vergessenheit geratene und unansehnliche Quellen - Anlage wurde in mühevoller Arbeit im Jahr 2011 in ehrenamtlicher Arbeit wieder in Ordnung gebracht und mit Ruhebänken und Informationstafeln neu gestaltet. Seit der Einweihung der neuen Anlage am 15.Mai 2011 wird sie von den Bewohnern der umliegenden Gemeinden und von Spaziergängern und Wanderern gern aufgesucht. Dem Wohratal - Rundweg"(W) folgend wanderte die Gruppe durch die Gemarkung von Hertingshausen zum Schützenhaus, wo das Hütten - Team mit Dieter Kappenstein und einige Gäste bereits auf die Wanderer warteten. Nach einer zünftigen Versorgung mit Kaffee und Kuchen sowie Würstchen und kühlen Getränken erfuhren die Teilnehmer weitere Einzelheiten durch einen interessanten Videovortrag. Der 2. Vorsitzende Winfried Rink bedankte sich bei den Herrn Kurt Schneider und Karl Hartmann für die interessanten Erläuterungen, bei dem Hüttenteam für die gute Versorgung und bei den Wanderführern Günter Klingelhöfer und Herbert Turian für die Organisation und Durchführung der Wanderung. Die Rückfahrt erfolgte mit einem Bus nach Rosenthal.
Herbert Turian -Pressewart-
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