Schmalkaldens Altstadt und Schloß Wilhelmsburg mit Thüringer Wanderern erkundet.

Am 25.August 2013 trafen sich zum 8. Mal seit der ersten Begegnung im Jahr 1999 44 Rosenthaler Wanderer vom Verein für naturnahe Erholung und Gäste mit den Thüringer Wanderfrenden aus Marksuhler und Frauensee zur gemeinsamen Erkundung von Schmalkalden. Die Stadt ist für Naturfreunde, Wanderer, für Historiker und Kunstliebhaber gleichermaßen interessant und anziehend.
In zwei Gruppen wurde die historischen Altstadt von Schmalkalden sowie das Renaissance Schloß Wilhelmsburg bei Führungen näher kennen gelernt.

Für die diesjährige Besichtigungstour war die über 1135 Jahre alte Stadt Schmalkalden am Südwesthang des Thüringer Waldes gelegen eine gute Wahl. Zudem an diesem Tag auch das Historische Stadtfest die Atmosphäre der belebten Altstadt widerspiegelte. Mit seinem mittelalterlichen und denkmalgeschützten Altstadtkern, der etwa 90 % Fachwerkbauten aus dem 15. bis 18. Jahrhundert besitzt, die spätgotische Hallenkirche St. Georg und eine fast vollständig erhaltene Schloßanlage der deutschen Renaissance, Schloss Wilhelmsburg, bot diese die besten Voraussetzungen neben dem Wandern auch das Kulturhistorische der Stadt und Region zu erfahren. Ortskundige Wanderfreunde hatten beim Stadtrundgang den Altstadtkern mit seinen historischen Besonderheiten vorgestellt.
Im Mittelpunkt der europäischen Politik stand die Stadt, als sich die protetantischen Stände gegen den katholischen Kaiser Karl V. im Schmalkaldischen Bund (1530) zusammenschlossen. Zur bedeutendsten Tagung des Bundes 1537 legte Matin Luther seine „Schmalkaldischen Artikel" vor, die 1580 Bekenntnisschrift der evangelischen Kirche wurden.
Kulturelles Zentrum und Wahrzeichen der Stadt ist Schloss Wilhelmsburg (1585-1590). In seinen repräsentativen Räumen finden Ogelkonzerte, Vorträge, Kleinkunstdarbietungen und Ausstellungen statt. Es gehört zu den bedeutendsten Denkmalen der Renaissance-Baukunst in Deutschland mit einer umfassend erhaltenen Anlage originaler Raumstruktur mit reicher Wandbemalung und Stuckatur. Eine Augenweide sind die repräsentativen Festsäle wie auch die protestantische Schlosskirche, deren Orgel (1589) eine der ältesten heute noch spielbaren Instrumente in Europa ist. Der sich anschließende gemeinsame Bummel durch die Altstadtgassen bei einer Tasse Kaffee oder einem kühlen Getränk, wird allen diese schöne Stadt in guter Erinnerung bleiben.
Der Bus brachte die Teilnehmer zurück nach Marksuhl zur Einkehr in das Restaurant „Grüner Baum", wo in gemütlicher Runde das Wiedersehen gefeiert wurde. Bei thüringer Spezialitäten wie; Gulaschsuppe, Bratwurst und selbstgebackenen Kuchen, gab es reichlich Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und Anregungen für künftige Gemeinsamkeiten.
Die über Jahre hinweg wechselseitigen Treffen, mal in Rosenthal, mal in Thüringen, haben neben gewachsenen Freundschaften auch Erkundungen der jeweiligen Heimatregionen zur Folge hehabt. Dies möchten die Rosenthaler wie auch die Thüringer Wanderfreunde für die Zukunft gern beibehalten sehen. Dieter Anacker, Vorsitzender des Thüringer Wandervereins Marksuhl / Frauensee wie auch die Rosenthaler Wander - Organisatoren Winfried Rink, Herbert Turian und Helmuth Vaupel waren sich einig, die freundschatliche Bande zu pflegen und weiter für künftige Treffen zu werben.

Helmuth Vaupel

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Bilder von
W. Rink