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Das Burgwaldstädtchen Rosenthal wurde 1327 als mainzische Stadt und Vorposten im Streit um das hessische Lehen gegründet, kam jedoch 1464 zur Landgrafschaft Hessen und wurde 1866 preussisch. Zur Sicherung ihres Territoriums erbauten die Mainzer Erzbischöfe in Rosenthal eine Burg mit Turm und schützten diese Anlage durch eine Ringmauer. Rosenthal besass keine Stadtmauern sondern nur Wallgräben. Es gab aber mit dem Obertor", Fischtor" und Dammtor" drei Stadttore, die aber zwischen 1796 und 1831 abgebrochen wurden. Sehenswert ist das heute so schmuckvolle Rathaus -erbaut anno 1654- das mit anderen Fachwerkgebäuden im Stadtkern nach dem grossen Stadtbrand von 1595 entstand. Auch die evangelische Stadtkirche hat ihr heutiges Aussehen im Jahre 1888 nach umfangreichen Umbaumassnahmen erhalten. Der im Ortsbereich vorgegebene Wanderweg bis zur Seegerteichhütte (Km 54,0) lässt sich auch individuell erwandern.
Text und Fotos von: Helmuth Vaupel - vom Verein für naturnahe Erholung e.V".- Wandern -, in Rosenthal. www.Seegerteichhuette.de
Quellennachweise:
Heimatbuch der Stadt Rosenthal von 1939 von Fritz Himmelmann (Stadt- und Burg Rosenthal) Nordhessischer Wanderführer von Bruno Mende (Der Burgwald) Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlicher Raum und Verbraucherschutz (NSG Franzosenwiesen/Rotes Wasser) Stadtarchiv Rosenthal (geologische und geschichtliche Angaben zum Burgwald) Alte Dörfer um Rosenthal (Wüstungen / Broschüre: Verein für Heimatpflege Rosenthal) Steinmale im Burgwald (Burgwald-Verlag Cölbe-Schönstadt) Siedlungsgeographische Geländeforschungen im Südlichen Burgwald von Dr. Gerhard Eisel -1965- (Wüstungen / wehrhafte Plätze) Siedlungskerne im nördlichen Burgwald -1976- von Dr. Ernst Sobotha HGON, Arbeitskreis Marburg-Biedenkopf (Naturschutzgebiete im Burgwald)
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